E-Rechnung Italien: FatturaPA, SdI, was für dich gilt
Italien war früh dran: seit 1. Januar 2019 läuft die E-Rechnung über das staatliche System SdI im Format FatturaPA. Wichtig zu wissen, bevor du loslegst: FatturaPA ist ein nationales italienisches Format und nicht die EN-16931-Syntax, die du aus Deutschland oder dem Peppol-Umfeld kennst. Nicht in Italien ansässige Unternehmen ohne feste Niederlassung sind meist gar nicht erfasst.
Pflicht seit 1.1.2019 für in Italien ansässige Unternehmen, B2B und B2C über SdI (Sistema di Interscambio). Format: FatturaPA-XML, dazu die EN-16931-Variante CIUS-IT (FatturaEU). Grenzüberschreitend wird seit 1.7.2022 über SdI gemeldet. Nicht-ansässige ohne feste Niederlassung: meist außen vor. Vera erzeugt EN-16931-Rechnungen für den EU-Standard und grenzüberschreitende Fälle, aber keine FatturaPA und keine SdI-Einreichung.
Seit wann ist die E-Rechnung in Italien Pflicht?
Seit 1. Januar 2019 müssen in Italien ansässige Unternehmen ihre Rechnungen elektronisch über SdI ausstellen, sowohl B2B als auch B2C. Das System wird von der Agenzia delle Entrate betrieben. Grenzüberschreitende Umsätze laufen seit 1. Juli 2022 ebenfalls über SdI. Eine EU-Ratsentscheidung erlaubt Italien den Weiterbetrieb von SdI bis 31. Dezember 2027.
| Datum | Ereignis | Wer betroffen |
|---|---|---|
| 1.1.2019 | E-Rechnung B2B und B2C über SdI | In Italien ansässige Unternehmen |
| 1.7.2022 | Grenzüberschreitende Meldung über SdI | In Italien ansässige Unternehmen |
| 31.12.2027 | SdI-Ermächtigung (EU-Derogation) läuft bis hierhin | Italien |
FatturaPA gegenüber EN 16931
FatturaPA ist ein nationales XML-Format. Es ist mit der europäischen Norm EN 16931 verwandt, aber nicht identisch mit den Syntaxen UBL oder CII, die Peppol BIS und XRechnung nutzen. SdI akzeptiert zusätzlich die EN-16931-konforme italienische Variante CIUS-IT, auch FatturaEU genannt. Der entscheidende Punkt: die Zustellung läuft immer über SdI, nicht über das offene Peppol-Netzwerk.
Was Vera für Italien kann, was nicht
Sinnvoll ist Vera für Italien dort, wo der EU-Standard zählt: grenzüberschreitende B2B-Rechnungen nach EN 16931 und die Vorbereitung auf die ViDA-Meldepflichten ab 2030. Für den rein italienischen Inlandsfall über SdI ist ein nationaler Anbieter die richtige Wahl.
Wichtige italienische Felder
| Feld | Pflicht | Hinweis |
|---|---|---|
| Codice Destinatario | Ja | 7-stelliger Empfänger-Code für die SdI-Zustellung, alternativ PEC-Adresse. |
| Partita IVA | Ja | Italienische USt-IdNr, Peppol-Scheme-ID 0211. |
| Codice Fiscale | Teilweise | Steuernummer, vor allem bei Privatpersonen und bestimmten Stellen. |
| Adresse vollständig | Ja | Straße, Ort und PLZ des Empfängers sind Pflicht. |
Häufige Fragen
Seit wann ist die E-Rechnung in Italien Pflicht?
Seit 1. Januar 2019 für in Italien ansässige Unternehmen, B2B und B2C über SdI. Grenzüberschreitende Umsätze seit 1. Juli 2022 ebenfalls über SdI.
Welches Format gilt in Italien?
Das nationale Format FatturaPA über SdI, dazu die EN-16931-Variante CIUS-IT (FatturaEU). FatturaPA ist nicht identisch mit UBL oder CII.
Gilt die italienische Pflicht auch für ausländische Unternehmen?
Nicht-ansässige ohne feste Niederlassung in Italien sind meist nicht erfasst, auch mit italienischer USt-IdNr. Unternehmen mit fester Niederlassung fallen darunter.
Kann ich mit Vera eine FatturaPA für SdI erzeugen?
Nein. Vera erzeugt E-Rechnungen nach EN 16931. FatturaPA und die SdI-Einreichung sind ein eigenes nationales System, das Vera nicht bedient. Dafür brauchst du einen an SdI angebundenen Anbieter.
Was ist der Codice Destinatario?
Ein 7-stelliger Empfänger-Code, über den SdI die Rechnung zustellt. Alternativ eine zertifizierte PEC-Adresse.
EN-16931-Rechnungen für den EU-Standard
Für grenzüberschreitende B2B-Rechnungen nach EN 16931 erzeugt Vera XRechnung, Factur-X und Peppol BIS im Browser, validiert vor dem Download. Den italienischen Inlandsfall über SdI deckt ein nationaler Anbieter ab.
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