E-Rechnung in der EU: Länder, Pflichten, Fristen
Die EU bewegt sich Land für Land in Richtung verpflichtende strukturierte E-Rechnung, aber nicht im Gleichschritt. Italien und Rumänien sind seit Jahren Pflicht, 2026 folgt eine ganze Welle, und ab 2030 vereinheitlicht ViDA den grenzüberschreitenden Teil. Die Tabelle unten zeigt Format und Pflichtdatum pro Land, jeder Eintrag verlinkt auf den ausführlichen Länder-Guide.
Keine einheitliche EU-Pflicht, sondern nationale Mandate mit eigenen Fristen. Gemeinsame Klammer: EN 16931. Frühe Pflicht: Italien (2019), Rumänien (2024). Welle 2026: Belgien, Kroatien, Polen, Griechenland. 2026/2027: Frankreich, Slowakei. Danach: Spanien, Slowenien, Irland. Ab 1.7.2030 vereinheitlicht ViDA grenzüberschreitendes B2B. Vera erzeugt EN-16931-Rechnungen für 27 EU-Länder.
Pflicht pro Land im Überblick
| Land | Format / CIUS | Pflicht ab |
|---|---|---|
| Italien | FatturaPA / SdI | seit 2019 (B2B + B2C) |
| Rumänien | RO_CIUS / RO e-Factura | seit 1.7.2024 (B2B + B2G) |
| Belgien | Peppol BIS (UBL) | 1.1.2026 (B2B) |
| Kroatien | HR-CIUS | 1.1.2026 (B2B + Reporting) |
| Polen | FA(3) / KSeF | 1.2.2026 (groß) / 1.4.2026 |
| Griechenland | myDATA (EN 16931 / Peppol) | 2.3.2026 (Phase 1) |
| Frankreich | Factur-X (CII / UBL) | 1.9.2026 (groß + ETI) / 2027 |
| Deutschland | XRechnung / ZUGFeRD | Empfang seit 2025, Versand 2027/2028 |
| Slowakei | EN 16931 (UBL / CII) / Peppol | 1.1.2027 (B2B + Reporting) |
| Spanien | EN 16931 (UBL) / Crea y Crece | 1.10.2027 (groß) / 1.10.2028 |
| Slowenien | e-SLOG / EN 16931 | 1.1.2028 (B2B) |
| Irland | EN 16931 / Peppol | 1.11.2028 (groß) / 2029 |
| Niederlande | SI-UBL / Peppol | B2G seit 2017, B2B geplant |
| Schweden | Peppol BIS | B2G seit 2019, B2B offen |
| Dänemark | OIOUBL / Peppol BIS | Buchführungsgesetz 2024/2026 |
| Portugal | CIUS-PT | B2G gestaffelt bis 2026 |
Die gemeinsame Klammer: EN 16931 und ViDA
So unterschiedlich die nationalen Mandate aussehen, im Kern verlangen fast alle das semantische Datenmodell der EN 16931. Die nationalen CIUS (XRechnung, Factur-X, HR-CIUS, RO_CIUS, CIUS-PT) sind Aufsätze darauf. Zwei Länder fallen aus dem Muster: Italien mit FatturaPA und Polen mit FA(3) nutzen eigene nationale Formate. Ab 1. Juli 2030 vereinheitlicht ViDA die Anforderungen für grenzüberschreitende B2B-Transaktionen.
Wie Vera über die Länder hinweg hilft
Für die meisten EU-Länder erzeugst du mit Vera direkt die korrekte EN-16931-Datei. Bei Italien und Polen brauchst du zusätzlich eine Lösung für das nationale Format, bei den Peppol-Ländern einen Access Point für den Versand.
Häufige Fragen
Gibt es eine einheitliche E-Rechnungspflicht in der EU?
Noch nicht. Jedes Land setzt eigene Mandate mit eigenen Fristen um. Gemeinsame Klammer ist EN 16931. Ab 1.7.2030 vereinheitlicht ViDA grenzüberschreitendes B2B.
Welche Länder haben die E-Rechnung schon Pflicht gemacht?
Italien seit 2019, Rumänien seit Juli 2024. 2026 folgen Belgien, Kroatien, Polen, Griechenland, 2026/2027 Frankreich und die Slowakei, danach Spanien, Slowenien, Irland.
Was ist EN 16931?
Die europäische Norm für das semantische Datenmodell einer E-Rechnung. CIUS wie XRechnung, Factur-X oder HR-CIUS bauen darauf auf. Italien (FatturaPA) und Polen (FA(3)) nutzen eigene Formate daneben.
Deckt Vera alle EU-Länder ab?
Vera erzeugt EN-16931-Rechnungen für 27 EU-Länder mit länderspezifischen CIUS. Nationale Formate wie FatturaPA oder FA(3) und die Übermittlung sind eigene Schritte.
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